
Jeder hat Vorbilder oder vielleicht fast jeder, auf die eine oder andere Art und Weise. Das war bei der berühmten floristischen Künstlerin Constance Spry nicht anders. Als junge Ehefrau folgte Constance Marr ihrem Mann nach Coolbawn im County Kilkenny. 1912 kam dort ihr Sohn Anthony zur Welt. Die Ehe verlief wohl nicht so glücklich, wie sie gehofft hatte. Ihr Mann teilte ihre Begeisterung für das Schöne kaum.
Die junge Frau fühlte sich isoliert und ernüchtert, und in dieser Stimmung begann sie den verwilderten Garten am Haus neu zu gestalten. Sie ließ sich Gartenkataloge schicken, studierte Pflanzanweisungen und lernte durch die praktische Arbeit, was zu reicher Ernte und Blütenpracht im Garten führte. Nach dem Vorbild von Gertrude Jekyll und William Robinson brachte sie Strukturen, Linien und Farben in ihren Garten. Vielleicht nutzte sie auch ein Buch von Gertrude Jekyll, das sich insbesondere mit der Dekoration von Blumen im Haus beschäftigte.
