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Fürstinnen im Grünen: Als e-book lesen

Wie ich immer noch finde, sind Garten und Gärtnerin sind nicht voneinander zu trennen. Gerade das Begriffspaar „Frauen und ihre Gärten“ lässt viele Namen und Orte im Geiste lebendig werden. Schon denkt man die hängenden Gärten der sagenhaften Königin Semiramis, die medizinische Anwendung von Pflanzen, wie sie Hildegard von Bingen praktizierte oder an Kaiserin Joséphine de Beauharnais, die ihre Leidenschaft für Rosen legendär werden ließ.


Unvergessen sind jene britischen Lady Gardeners, die in Anzug, Knickerbockern und Mütze Gartenträume lebten und ihr Wissen in Gartenfachschulen weitergaben. Die Gartenkolumnen von Vita Sackville-West aus der Mitte des 20. Jahrhunderts sind wie eh und je unterhaltsam und lehrreich zugleich. Diese Gärtnerin und Schriftstellerin war im Übrigen auch bei Gertrude Jekyll in Munstead Wood zu Gast, jener Ort, der derzeit vom National Trust auf den Besuch zahlreicher interessierter Menschen vorbereitet wird.

Manchmal ist von den Gartenträumen der Vergangenheit nicht mehr viel zu entdecken, manchmal ist das Leben der Gärtnerin sogar spannender als der Garten, der mittunter längst verschwunden ist und sich in Schriften und Gemälden mehr über seine Besitzerin erfahren lässt als über ihr Werk. Das hat mich vor Jahren motiviert, in Mecklenburg auf Gartenreise zu gehen. Dort existieren bis heute Gartenkunstwerke, die von der Gartenbegeisterung mecklenburgischer Herzoginnen und Prinzessinnen berichten.

Viele dieser Frauen nahmen zu ihrer Zeit Einfluss auf die Gartengestaltung und erfreuten sich an der Schönheit der Ensembles. Durch Geburt und Stand hatten sie wichtige Positionen im europäischen Netzwerk des Adels inne. Der Austausch zwischen Verwandten gestaltete sich so zum Kulturtransfer. Ihre Eheschließungen brachten sie an entfernt gelegene Höfe, wo sie neue Kontakte knüpften und über Briefe wie Besuche Neuheiten aus Malerei, Musik, Stil oder eben Gartenkunst aus tauschten.

Indem auch in Mecklenburg zahlreiche Fürstinnen in ihrer Funktion als Kulturvermittlerinnen wirkten, nahmen sie Anteil daran, die Gartenkultur von der Renaissance über Barock bis zum Stil des Englischen Landschaftsgartens oder dem gemischten Stil des 19. Jahrhunderts im Land südlich der Ostsee einzuführen.

Das Hardcover Buch gibt es nur noch antiquarisch zu kaufen. Das e-books (ohne Abb.) gibt es bei BoD, ab 22.02.2026 für zwei Wochen zum E-Book-Aktionspreis von 2,99 EUR.

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