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Gertrude Jekyll: Vasen aus Glas


Gertrude Jekyll (1843-1932) war eine Künstlerin mit vielen Ausdrucksformen. So entwarf sie um 1900 Vasen und Schalen aus Glas, die sie mit Blumen und Zweigen aus ihrem Garten füllte. Die modisch-präsentativen Silber- oder Kristallvasen hätten sicher nicht die Wirkung erzeugt, die sie sich wünschte. Gerne verwandte sie für ihre Blumen auch Tonkrüge, Kannen aus Zinn oder Keramik. Ihre eigenen Vasen und Schalen aus Glas wirken zeitlos und lassen Stängel und Blätter sichtbar werden. Sie passen bis heute durch die kunsthandwerkliche Herstellung zu ihrer allumfassenden Idee des Schönen im Alltäglichen.

Zu ihrer Zeit produzierte eine Londoner Firma diese Vasen, genannt Munstead Flower Glasses, die es inzwischen wieder zu kaufen gibt. Leider besitze ich keine Vasen dieser eleganten Linie. Doch da die Vasen von Gertrude Jekyll heute längst in ähnlich schlichter Art zu kaufen sind, habe ich mich inspirieren lassen.

Die große Garten-Lady spazierte ja gerne am morgen von Beet zu Beet, durch den Waldgarten und zur Frühlingszeit zur Blumenzwiebelrabatte, wo die Natur sie inspirierte – und ihr selbst geflochtener Weidenkorb war bald gefüllt. Ein scharfes Messer oder eine Gartenschere hatte sie stets eingesteckt. In der Werkstatt sortierte sie, dort befanden sich passende Behältnisse und schon kombinierte sie nach Farben und Formen, arrangierte kleine Stillleben, und auf dem Eichentisch stehend, fotografierte sie alles.

In ihrem Buch “Flower Decoration in the House” sind zahlreiche Fotografien zu finden. Monat für Monat gibt sie in dem Buch Ratschläge, wie Blumen und Grünpflanzen das Haus schmücken können, wie sie gut platziert werden und welche Farbgestaltung für welchen Raum wirkt.
Bei der Unterbreitung einiger Vorschläge zur Verwendung von Blumen in der Wohnraumgestaltung ist sich die Autorin bewusst, wie gut dieses Thema in vielen Haushalten bereits verstanden wird.” – so schreibt sie dort und wünscht sich, sie möge “den Fortgeschritteneren einige Details in Erinnerung rufen …, die ihnen bisher entgangen sind‘.“

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