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Zum 300. Geburtstag von Baron Münchhausen

Neulich habe ich fliegende Autos gesehen. Sie glänzten silbern, hupten laut und mussten ständig quirligen Drohen mit Paketen ausweichen. Was Sie glauben mir nicht? Das sei eine Lügengeschichte. Wenn nicht wahr, dann aber gut erzählt – so hoffe ich. In guter Gesellschaft würde ich mich auf jeden Fall befinden. Unwahrscheinlicher, als sich selbst samt Pferd am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, klänge meine Darstellung für unsere Vorfahren wohl kaum. Denn diese lauschten mit Vergnügen den Lügengeschichten des Baron von Münchhausen, wenn sie auch wussten, dass sie nur erfunden waren. Amüsant und kurzweilig waren sie auf jeden Fall. Wenn wir in diesem Jahr an Münchhausens Geburt vor 300 Jahren erinnern, sei ein kurzer Blick auf sein Leben erlaubt.

Zweifellos – Münchhausen war ein Mann der Tat, der Idee und der Inspiration. Was heißt da „Lügenbaron“! Schließlich muss einem erstmal einfallen, den anderen so fantasiereich und spannend das Erlebte zu berichten. Während andere sich einen Namen machten, indem sie auf Schlachtfeldern siegten, andere eroberten und versklavten, blieb er als begnadeter Erzähler seines eigenen Lebens in Erinnerung. Ja, und was für ein Leben mag das gewesen sein. Natürlich tötete er keine Drachen mehr, man war schließlich nicht im Mittelalter, sondern Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen war ein deutscher Adliger, dem zahlreiche populäre „Lügengeschichten“ aus seiner Militärzeit wie der Ritt auf einer Kanonenkugel und ein Flug zum Mond zugeschrieben werden. Wen wundert es da, dass sein Leben ganz anders verlief, als man es nach dem Lesen seiner Geschichten oder dem, was der unvergessene Hans Albers in der Rolle des Münchhausen im Film legendär werden ließ.

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