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Unerhört! Was Jane Austen über Mecklenburg dachte

 

Küste

 

Was Jane Austen, die berühmte englische Schriftstellerin, da in einem Brief am 25. September 1813 über Mecklenburg schrieb,  klingt wenig erfreulich. Der Brief war an ihren Bruder, den Marineoffizier Frank Austen adressiert, der mit seinem Schiff in der Ostsee kreuzte. Er wird ihr in seinem vorangegangenen Brief über die Seebäder an Mecklenburgs Küsten berichtet haben.
Jane Austen kann es kaum fassen und ist irritiert durch “die bloße Idee eines modischen Badeorts in Mecklenburg!”. Sie schreibt weiter: “Wie können Leute außerhalb Englands sich einbilden, sie könnten die neueste Mode mitmachen oder baden!”

Wie schade. Aber wenn sie Heiligendamm, das älteste Seebad Deutschlands, kennen gelernt hätte, wäre ihr Urteil sicher anders ausgefallen. Heiligendamm war ja schließlich auch das erste auf dem europäischen Kontinent gegründete Seebad. Gut, nach englischem Vorbild. Die Mecklenburger folgten der Mode, waren in diesem Fall jedoch anderen Regionen voraus. Die verwandtschaftlichen Beziehungen zum englischen Königshaus haben diesen Kulturtransfer sicher befördert. War der Begründer des Bades Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin schließlich mit der englischen Königin Charlotte aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz verwandt und seine Ehefrau Louise war die Cousine des englischen Königs Georg III.

Eingebettet in eine zauberhafte Küstenlandschaft liegt der Ort im Schnittpunkt von Wasser, Wald und Wind. So entstand ein neuer Mythos: Die weiße Stadt am Meer. Landschaftsarchitektur. Noch heute vereint es unterschiedliche Ideen von Schönheit in Natur und Architektur. Brighton und Biarritz mögen größer und prominenter sein, Heiligendamms Charme überzeugt. Da ist Baden mehr als ein Freizeitvergnügen und wird zur Lehrstunde in Kulturgeschichte. Blättern Sie in den Annalen! Folgen Sie in Gedanken den Gästen, wie Lord Nelson, Königin Luise und dem Dichter Rainer Maria Rilke.

Veröffentlicht unter Allgemein, Auf Reisen | 1 Kommentar

Eine Antwort zu “Unerhört! Was Jane Austen über Mecklenburg dachte”

  1. Manfred Schröder sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Weber,

    ich selbst war mit meiner Frau in Heiligendamm. Ein sehr schöner Ort, wie ganz Mecklenburg-Vorpommern.
    Meine Frau hatte mir dann (aus dem Hotel) auch Ihr Buch zum 60 Geburtstag geschenkt -ich musste 2 Jahre warten- ich bin sehr positiv erfreut gewesen, ein schönes Geschenk.

    Herzlichst Ihr Herr Schröder

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