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Gartenreise (4): Queen’s House in Greenwich

 

Greenwich – wer denkt da nicht an den malerisch gestrandeten Tee- und Wollklipper Cutty Sark, den Nullmeridian im Observatorium und das National Maritime Museum. Empfehlenswert ist eine Begegnung natürlich bei einer Annäherung über die Themse. Von dort lässt sich auch ein erster Blick auf ein architektonisches Juwel werfen: „Queen’s House“. Als Sir Christopher Wren das Royal Hospital for Seamen oder Greenwich Hospital (heute Old Royal Naval College) in den frühen 1690er Jahren entwarf, gebot König Maria II., dass er ihr den Blick vom Haus auf den Fluss nicht verbauen möge.

Zauberhaft arrangiert, unterstreicht im Spätherbst 2017 die entlang des Weges gepflanzte klassische englische Staudenrabatte, eine Mixed Border, farbenprächtig die Schönheit des Ensembles. Der rötlich blühende Wasserdost und etwa die rieseigen Eiben dominieren, dazwischen Lichtnelken, Sedum, Agapanthus, hohe Gräser und vieles mehr.

 

Das Queen’s House war zwischen 1616 und 1638 nach Entwürfen von Indigo Jones errichtet worden. Beauftragt hatte ihn König Jakob I., um für seine Frau Anna von Dänemark ein Landhaus zu schaffen. Damit schrieb Jones Architektur-Geschichte, denn es war das erste englische Gebäude im italienische Renaissancestil nach Palladio. Hier vergnügte und erholte sich so manche Königin, deren Porträts die Räume immer noch zieren. Bei seiner Errichtung war das Landhaus von Feldern und Marschen im Flusstal umgeben. Heute ist das Tal dicht bebaut. Trotzdem ragt das Queen’s House als ein maßvolles Kunstwerk hervor, vom Ufer wie vom Hügel des Observatoriums zu bewundern. Die grün gerahmte architektonische Landschaft von Greenwich ist seit 1997 aufgenommen in das UNESCO Weltkulturerbe: Maritime Greenwich World Heritage Site.

Zu Füßen der Rabatte vor dem Queen’s House breitet sich wie ein grüner Teppich die Rasenfläche bis hinauf auf den Hügel aus. Spaziergänger und berittene Polizisten passieren die quer verlaufenden Wege. Der Anblick ist very british.

 

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