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Fürstinnen und ihre Gärten: Sophie Charlotte und die Strelitzie (12)

Königin Sophie Charlotte war eine große Gartenliebhaberin. Um ihre Unterstützung für den Aufbau der botanischen Sammlungen von Kew zu ehren, verliehen ihr britische Gelehrte noch zu Lebzeiten den Ehrennamen „Queen of Botany“, Königin der Botanik.
Pflanzenliebhabern ist die Königin ebenso durch die Strelitzie bekannt. Joseph Banks, Leiter des Botanischen Gartens in Kew, benannte 1773 die gerade neu entdeckte Pflanzenart zu Ehren der Königin als Strelitzia reginae. Dieser Name erinnert auf wunderbare Weise an das kleine mecklenburgische Fürstentum, in dem Sophie Charlotte zur Welt kam und ihr Interesse an der Botanik geweckt wurde.

Der als „Pflanzenjäger“ bekannte Schotte Francis Masson hatte die strahlend schöne Pflanze 1772 im südlichen Afrika entdeckt. Wie viele andere Mutige seiner Zeit war auch Masson in den unerforschten Regionen der Welt auf der Suche nach Pflanzen. Zusammen mit anderen Gewächsen ließ Masson die farbenprächtige Schönheit per Schiff nach London transportieren.

Königin Sophie Charlotte schenkte im Jahre 1818 ihrer Familie in Mecklenburg-Strelitz eine Strelitzienstaude. Im Ananashaus des Schlosses Hohenzieritz fand die Staude eine erste Unterkunft. Leider setzte sie dort keine Blüten an. Erst nachdem sie in der Orangerie im Schlossgarten von Neustrelitz kultiviert wurde, blühte sie im Jahre 1822 zum ersten Mal. Heute erinnert in Neustrelitz u.a. eine thematisch gestaltete Verkehrsinsel an die mit der Stadt verbundene Namensgebung.

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