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Frühlingsträume zu Maria Lichtmess

Maria Lichtmess – das klingt wundervoll für die Gärtnerin. Es ist wie eine Zwischenbilanz im Warten auf die Zeit, wenn wieder im Garten gearbeitet und gelebt werden kann. Für die Bauern war dieser Lostag jahrhundertelang von großer Bedeutung. Wenn die Tage nun auch wieder länger werden, musste die Hälfte des Futters noch in der Scheune sein. Frühling, Aussaat und erst recht die Ernte sind noch lang entfernt. Bis ins frühe 19. Jahrhundert begann zu Maria Lichtmess das Bauernjahr.

Der Blick in den Schnee bedeckten Garten weckt Träume. Denn gewiss werden die Frühlingsboten in Gelb und Blau bald wieder unter den Obstbäumen erwachen und strahlend das Gartenjahr eröffnen. Narzissen, Krokusse oder Schachbrettblumen unter Obstbäumen verwildern zu lassen, erscheint heute als eine ganz selbstverständliche Gestaltungsidee. Dazu noch very british, denkt man an die herrlichen Frühlingswiesen, die große und kleine britische Städte in Kürze verschönern werden.

Dabei war es einst ein junger Gärtner aus Irland, der die englische Gartenkultur mit ihren exotischen Blumen und Teppichbeeten revolutionierte. William Robinson (1838-1935) war ein Pionier der naturnahen Gartengestaltung. In seinem 1870 erschienenen Buch “The Wild Garden” präsentierte er dem erstaunten Publikum seine Ideen, wie man aus heimischen Pflanzen und in England eingeführten, aber winterharten Stauden und Gewächsen, zauberhafte Gärten erschaffen könne.
1871 gründete er das Magazin “The Garden”, das bald die meistgelesene Gartenzeitschrift wurde. Auch Gertrude Jekyll, die berühmte Gartengestalterin, die mit Blumen im Garten malte, schrieb für das Blatt. Übrigens ließe sich der von Vita Sackville-West gestaltete Weiße Garten von Sissinghurst als eine spezielle Weiterentwicklung von Getrude Jekylls Idee, begrenzt auf eine Farbe, verstehen.

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4 Antworten zu “Frühlingsträume zu Maria Lichtmess”

  1. Editha Weber sagt:

    Ja, der Frühling schlummert noch. Genießen wir die Vorfreude! Liebe Grüße zurück, Editha

  2. Theresia Freiding sagt:

    Hallo Editha! Bei mir im Garten spitzen sich die Tulpen und Narzissen auch schon. Sie warten auf Wärme und Sonne. Aber es ist ja noch einiges zu früh, es ist noch Zeit, um Frühling zu werden. Bis dahin Liebe Grüße Resi

  3. Editha Weber sagt:

    Das freut mich. Danke. Hier konnte ich leider noch keine Schneeglöckchen entdecken, dafür zeigen sich schon zarte Spitzen der Zwerg-Iris und sogar schon Narzissen. Aber es ist ja auch noch Zeit. Grüne Grüße, EW

  4. Hanna Schwarz sagt:

    Ich lese immer Ihre Beiträge.
    Maria Lichtmess war wie immer sehr informativ.
    Noch ist Schnee bei uns, aber die ersten
    Schneeglöckchen zeigen schon ihre Spitzen.

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