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Auf Gartenreise (3): Garden Museum London


Ein Garten ist ein sich wandelndes Kunstwerk. Wie wahr. Auch einer der schönsten Londoner Gärten – etwas versteckt hinter dem ehrwürdigen Lambeth Palace gelegen – präsentiert sich seit der Wiedereröffnung in veränderter Form. Zwischen 2015 und dem Frühjahr 2017 fanden umfangreiche Umbauten im und um das Garden Museum in der Kirche St  Mary-at-Lambeth statt.

Wer den von Lady Salisbury Anfang der 1980er Jahre entworfenen Garten kannte, wird staunen. Sie gestaltete einen Knotengarten nach Vorbildern aus dem 17. Jahrhundert ringsherum um das Grabmal der berühmten Tradescant Familie. All jene Pflanzen wuchsen hier, die Vater und Sohn Tradescant in England eingeführt oder in ihren Gärten kultiviert hatten. Diesen beiden Gärtnern, Sammlern und Reisenden verdanken wir so manches Gewächs, das heute ganz selbstverständlich in englischen Gärten oder in denen auf dem Kontinent zu bewundern ist.  Zu denken sei etwa an Narzisse, Christrose, Rosskastanie, Phlox und Astern. Einst war die Wiederentdeckung der Tradescant-Gräber durch geschichtlich interessierte Bewohner dieses Londoner Stadtteils der Anlass dafür, die alte Kirche durch ihre Verwandlung in ein Gartenmuseum zu retten.

Jetzt gruppieren sich auf dem alten Friedhof von St Mary immer noch allerlei Gewächse um das Grabmal, allerdings modern arrangiert, locker gesetzt zwischen alte Grabplatten.  Zugleich ist der Gartenraum verkleinert und umlaufend gerahmt vom ebenfalls modern gestalteten Café sowie Lern- und Gemeinschaftsräumen des Museums. Wände aus Glas gestatten Einblicke und holen den Garten mitten ins Café. Alles ist hell und leicht. Grün und Stein harmonieren. Während manches Beet verschwand, blieb  das Grabmal von Kapitän William Bligh und seiner Familie erhalten. Imposant ist der Sarkophag mit einer steinernen Ewigen Flamme geschmückt. Der einstige Kapitän der Bounty hatte in der Lambeth Road gelebt, starb 1817 und wurde hier bestattet.

Auch der Streifen zwischen Lambeth Road und den Eingängen ins Museum und ins Café wurde großzügig bepflanzt und lädt nun zum Spazieren auf einem geschlängelten Weg oder zum Verweilen in einem Gartenraum mit Fontäne und Bänken ein.

 

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2 Antworten zu “Auf Gartenreise (3): Garden Museum London”

  1. Editha Weber sagt:

    Ja, das kann ich wirklich empfehlen. Die Umgestaltungen haben vor allem den Garten sehr verändert, sind aber auf jeden Fall sehenswert. Viel Vergnügen, EW.

  2. Hanna Stenzel sagt:

    Ich habe dieses Museum schon vor ein paar Jahren besucht. Es hatte mir dort sehr gefallen.
    Bei meinem nächsten London Besuch werde ich es wieder besuchen

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