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Buchtipps

 

 

 

 

 

Längst blüht und grünt die Gartenleidenschaft nicht allein auf den britischen Inseln. Dass Menschen ihre Freude an der Gartenarbeit entdecken, Pflanzen und Begeisterung teilen, daran haben Manfred Lucenz und Klaus Bender als Gärtner wie als Zeitschriften- und Buchautoren ihren Anteil. Beide gärtnern seit 25 Jahren aus Leidenschaft, berichten aus ihrer eigenen Gartenpraxis und präsentieren darüber hinaus gerne, was ihnen auf ihren Gartenreisen Schönes begegnet ist.
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Wie spannend ist es doch, über den Gartenzaun zu schauen und die Gartenwelten anderer zu erkunden. Noch dazu, wenn die Gartenbesitzer weltweit bekannte Künstler und in der Kulturbranche sehr erfolgreich tätige Menschen sind. Wer seinen Garten zeigt, erzählt auch immer etwas über sich, hat Vertrauen und vor allem Freude daran, dass auch andere am selbstgeschaffenen Refugium für Momente eines genussvollen Spaziergangs teilhaben können. Ungleich interessanter wird es, öffnen sich einem englische Privatgärten prominenter Gartenliebhaber, wie beispielsweise der von Sting und seiner Frau Trudie Styler, Ozzy und Sharon Osbourne, Jeremy Irons oder Cath Kidston.
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Herrlich. Die Reise geht weiter. Nachdem die erfahrene England-Reisende und Staudengärtnerin Anja Birne 2016 sehr erfolgreich den ersten Band „Romantische Gartenreisen in England“ im Callwey Verlag veröffentlichte, setzt sie mit dem kürzlich erschienenen zweiten Band ihre Reise durch das britische Gartenparadies fort. Das wird viele England- und Gartenfans freuen. Denn nun erkundet die Autorin die Gartenvielfalt Londons, reist dann weiter nach Essex, Cambridgeshire, Suffolk, Norfolk und über Yorkshire bis in den Lake District. Sehr hilfreich werden gleich im Vor-und Nachsatz des Buches Landkarten mit Markierungen zu den im Buch vorgestellten Gärten präsentiert. Das ist neu und erleichtert schon bei der ersten Orientierung.
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Wenn 2018 bei den britischen Royals gleich zwei Hochzeiten gefeiert werden, mag es sich hierzulande mancher Englandfan vor dem Fernseher gemütlich machen. Sicher wird es ein paar Bilder und viele Rückblicke auf vergangene Events geben. Vielleicht treffen Sie sich dazu mit Freunden, sitzen auf der Terrasse oder im Garten – falls einen nicht englisches Regenwetter ins Haus zwingt. Was könnte besser dazu passen als eine Tasse Tee mit etwas Gebäck oder etwas Herzhaftem. So ein typischer Afternoon Tea eben. Very british!
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Was für eine zauberhafte kleine Geschichte! Eine neugierige Königin und ein zögerlicher König schleichen sich bei Tagesanbruch aus ihrem Schloss, um den Berliner Weihnachtsmarkt zu besuchen. Geschrieben von Andrea Weisbrod, die als Historikerin eine wahre Kennerin des Lebens am königlichen Hof ist. Illustriert von der Berliner Künstlerin Barbara Schumann, die bereits zahlreiche Kinder- und Schulbücher gestaltet hat.
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Das Cover zu diesem Buch wirkt wie eine Einladung, sich an den zum Nachmittagstee gedeckten Tisch zu setzen. Vielleicht spielt man später noch zusammen Tennis und genießt ein Gläschen Cherry. Der Platz zwischen den ehrwürdigen Zedern ist gut ausgewählt und bietet einen famosen Blick auf Highclere Castle. Vielen ist der Anblick aus der populären Fernsehserie Downton Abbey vertraut. Beim Öffnen des Buches gelangt der geneigte Leser vorbei an gewebten Tapeten und goldverzierten Türen zum gemütlichen Platz am Kamin und wenig später begrüßt einen die 8. Countess of Carnarvon für ganze fünf Wochenenden in Highclere Castle.
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Die Geschichte der Macht ist in erster Linie eine Geschichte männlicher Herrschaft. Dass der Mann bestimmte, dominiert bis heute unsere Sprache und unsere Beziehungen. Auch Architektur und Kunst folgten lange männlichen Vorstellungen. Erst wenn aus ganz unterschiedlichen Umständen heraus, Frauen Macht innehatten, wurden Veränderungen und Anpassungen an neue Gegebenheiten und Wünsche notwendig. Schließlich wurde Macht nicht nur ausgeübt, sondern präsentierte sich in Kleidung, Wohnarchitektur, Gärten, Denkmälern und in Zeremonien.
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Wenn die Nächte lang werden und sich die Menschen in die eigenen vier Wände zurückziehen, verwandeln sich viele Küchen, Stuben, Flure zu traumhaft dekorierten Orten der Sehnsucht nach Wärme und Licht. Auch manche Gärten und Treppen, Fensterbänke und Tore erscheinen wie die Eingangsbereiche ins winterliche Märchenreich und erinnern an vergangene Kindertage. Ab und an duftet es nach Tannengrün und Backwerk und Lichterglanz erhellt nach Sonnenuntergang ahnungsvoll Haus und Hof. Düfte und Lichter lassen Bewohner und Besucher schon die geschmückte, reich beladene Festtagstafel imaginieren. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude!
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Schon ein Blick auf das offene Gesicht mit den großen, dunklen Augen, die einen vom Buchumschlag selbstbewusst entgegenschauen, weckt die Neugier. Wer war diese Frau im hellen Kleid mit grünem Schal, die Pinsel und Palette ganz unprätentiös in ihren Händen hält, als hätte sie ihre Arbeit für einen Augenblick unterbrochen. Es ist ein schönes, etwas rätselhaftes Porträt aus dem Jahre 1793, dessen Erwerb im Jahre 2016 durch das Staatliche Museum Schwerin den Anlass zu einer Kabinettausstellung gab, die das Oeuvre dieser kaum bekannten Malerin präsentiert.

Parallel dazu, ergänzend und den Blick auf Herkunft, soziale und künstlerische Bedingungen und Möglichkeiten ihrer Zeit erweiternd, widmet sich der 136 Seiten umfassende Katalog der Schöpferin dieses Kunstwerkes, der Malerin Friederike Juliane von Lisiewska (1769–1856). Sie war eine der wenigen Frauen im 18. Jahrhundert, die an der Berliner Kunstakademie studieren konnte.
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Im Frühjahr 1942 sinnierte Vita Sackville-West darüber, ob in fünfzig Jahren überhaupt jemand ihren geliebten Garten bewundern würde. Gerade dann könnten sich doch ihre Enkelkinder an den schönen, großen, blühenden Bäumen erfreuen. Welcher Gärtner träumte nicht davon, dass ihr oder sein Werk die Zeiten überdauern möge.

Im Falle des in Kent gelegenen Sissinghurst Castle Gardens ging dieser Traum in Erfüllung. Im Jahr des 125. Geburtstages der berühmten Schriftstellerin Vita Sackville-West besuchen Tausende von Menschen den Garten, der jedoch wohl eher als Gemeinschaftswerk von Vita Sackville-West und ihrem Ehemann, dem Diplomaten und Autor Harald Nicolson, zu bezeichnen sein sollte. Dieser Garten zählt zu Englands schönsten, inspiriert Gartenenthusiasten ebenso wie Sommerfrischler zum Schwärmen und Genießen. Darüber hinaus hat er eine spannende Geschichte, die von Plänen, Entwürfen, Veränderungen, Experimenten und einer faszinierend unkonventionellen Ehe zwischen zwei klugen, selbständigen Individuen erzählt. Was beim Gartenspaziergang wie beim Lesen die Frage provoziert, ob nun der Garten oder die Ehe das interessantere Phänomen wäre.
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Geheimnisvoll, verträumt oder spaßig erscheinen mancher reisenden Gärtnerin, manchem ambitionierten Gärtner die kunstvoll in Form geschnittenen Figuren englischer Prachtgärten. Wer wünschte nicht, solche filigranen Exemplare schmückten auch das eigene grüne Paradies. Denn sie sind wesentlich kostengünstiger als Statuen aus Marmor oder Metall und obendrein können sie weit höher über den Gartenzaun hinausragen. Doch diese naturschönen Erscheinungen haben ihre ganz eigene, spannende Geschichte, die weit zurück in die Vergangenheit reicht und zugleich als eine Geschichte der Gartenkunst gelesen werden mag.

In ihrem – diesen Sommer in Deutscher Übersetzung – erschienenen Werk „Die Gestaltung der Natur“ erzählt Caroline Foley deren Geschichte in einem hinreißend illustrierten Band.
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Auf Gartenreise zu gehen, ist ein Vergnügen, dem sich nicht allein Gärtnerinnen und Gärtner verschreiben. Inzwischen reisen naturbegeisterte Städter, Inhaber handtuchgroßer Parzellen, Balkone und Terrassen sowie all jene, die die Schönheiten alter Schloss- und Klostergärten ebenso zu schätzen wissen, wie die liebevollen Arrangements privater grüner Rückzugsorte oder die fantasievollen neuen urbanen Gartenräume.

Mit dem kürzlich erschienenen Buch der Autorin Kirstin von Glasow „111 Gärten in London, die man gesehen haben muss“ können sich gartenbegeisterte Reisende auf kurzweilige Weise auf Gartenbummel durch die Metropole des Inselreiches begeben.
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 Die Lust am Garten, die Freude an Blüten, Sträuchern, Düften im grünen Paradies, auf dem Balkon, im herrschaftlichen Park oder zu Füßen alter Stadtmauern ist gewachsen, hat sich vervielfacht, wird von Menschen aller Altersklassen geteilt– was nahezu in jeder Region, Landschaft und Stadt Deutschlands zu beobachten ist. Wenn Ronald Clark vor fast 20 Jahren den ersten Gartenreiseführer in Deutschland veröffentlichte, erschien in diesem Frühjahr die längst zum Standardwerk avancierte achte, vollständig überarbeitete und aktualisierte Neuauflage des Werkes im Callwey Verlag.

Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. präsentiert die Autorin Christina Freiberg 1500 der schönsten Gärten und Parks des ganzen Landes auf 768 Seiten. Bundesland für Bundesland, in alphabethischer Ordnung aneinandergereiht und farblich differenziert gestaltet, werden historische Gartenkunstwerke an Schlössern oder hinter Klostermauern, städtische Anlagen und private Refugien aufgelistet, mit zauberhaften Fotos illustriert sowie kurz und prägnant vorgestellt.
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Es wird Sommer. Ohne Frage, ob nun sonnenverwöhnt, unbeständig oder unter Dauerregen. Mit dem Sommer kommt die Reiselust. Für all jene, die das Meer lieben, die Ostseeküste schätzen, schon kennen oder kennen lernen möchten, bedeutet dies: Urlaub auf den Inseln Rügen und/oder Hiddensee. Lange Strandspaziergänge, erhabenes Staunen an den Kreidefelsen, Fischbrötchen essen im Hafen, einsame Sonnenuntergänge am Meer und turbulente Nächte unter Störtebekers Flagge. Vieles werden reiseerfahrene Insel-Fans schon kennen, manches Neue bleibt zu entdecken, zu besuchen oder zu erleben.

Wer Altvertrautes mag und Neues sucht, ist mit dem Ausflugsführer Rügen & Hiddensee von ScottyScout bestens auf die Inseln vorbereitet. Sieben Autorinnen und Autoren, die am Meer groß wurden, der Arbeit oder der Liebe wegen herzogen oder die die Sehnsucht jedes Jahr her weht, beschreiben, was sie selbst lieben, entdeckt, geschmeckt und ausprobiert haben.
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Natürlich, was im Garten gepflanzt, gegossen und gepflegt wird, ladet auf dem Teller. Obst, Gemüse, Gewürze, Beeren, Kräuter und manchmal auf schöne Blüten. Denn essbar ist viel mehr, als mancher Gärtner vermutet. In ihrem im März 2017 erschienen Buch „Gartenküche. Vom Beet frisch auf den Tisch“ präsentieren eine Gärtnerin, ein Koch und ein Fotograf in kreativer, informativer und leicht nachvollziehbarer Form eine Inspiration für Gärtner und Köche, die Lust aufs Pflanzen und Kochen macht. Ihr Motto ist „Essen statt vergessen“!
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In ihrem 2016 erschienenen Gedichtband „Ein Gartenjahr“ reiht Christine Vogeltanz ihre Beobachtungen, Gefühle, Erinnerungen und Sehnsüchte lyrisch aneinander. Umrahmt, ergänzt, erweitert werden ihre Verse durch Gartenbilder, florale Ornamente, Tiere und Pflanzen, geschaffen von ihrem Sohn, dem Grafiker und Zeichner Jörg Vogeltanz. Ganz im Geiste einer sinnlichen Annäherung an den eigenen Garten und all die Gärten, die die begeisterte Gartenreisende im Laufe vieler Jahre gesammelt hat.
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Gewiss, wenn der Philosoph Dieter Wandscheider im vorliegenden Buch pointiert formuliert (S. 111), dass in Fragen der Philosophie – welche Kant zufolge jene Menschheitsfragen sind: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? – die Frage „Was ist ein Garten?“ nicht hinzugezählt werden mag, ist dem nur zuzustimmen. Trotzdem oder gerade deshalb beschäftigt sie uns Menschen seit Langem, ob als Besitzer, Nutzer oder schlicht Betrachter von Gärten. Diese Frage ist in der Tat alles andere als belanglos. Umso intensiver Leserinnen und Leser, ob philosophierende Gärtner oder gärtnernde Philosophen, sich in die Beiträge des von Blanka Stolz (Mitgründerin des mairisch Verlags mit Arbeitserfahrung auf einem Schweizer Bergbauernhof) herausgegebenen Bandes „Die Philosophie des Gärtnerns“ vertiefen, werden sie – vielleicht erstaunt, manchmal zustimmend, manchmal ablehnend oder verwundert – die philosophische Dimension des Gärtnerns entdecken oder wiederentdecken und – so sie wünschen – geistvolle Früchte ernten.
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„Romantische Gartenreisen in Deutschland“ – schon der Titel des gerade im Callwey Verlag erschienenen Gartenbuches macht neugierig und inspiriert. Es ist weit mehr als ein klassischer Gartenreiseführer und schließt sich in Gestalt und Idee an das erfolgreiche Buch „Romantische Gartenreisen in England“ von Anja Birne (Callwey Verlag, Frühjahr 2016) an.
Wie es treffend in der Einleitung heißt, denkt man bei Gartenreisen in der Tat „meistens zunächst an England, Frankreich, die Benelux-Länder oder Italien, dabei befinden sich direkt vor unserer Haustür unzählige sehenswerte Gärten oder Parkanlagen“. Fünf Autorinnen und Autoren haben sich in ganz Deutschland auf die Suche nach diesen schönen Orten im Grünen begeben und stellen ihre ganz persönlichen Favoriten von Süd nach Nord, von West bis Ost vor.
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Zarte Rosen, filigrane Efeuranken, leuchtende Veilchen – blühen, umranken, verschönern Bildnisse, Tafelaufsätze, Vorhänge, dekorieren Tabaksdosen, Ohrgehänge und Kerzenhalter. Ganze Räume großer und kleiner Schlösser verwandeln Palmen, Orchideen und opulente Blumenbouquets fast in Gartenpavillons oder Laubengänge. Liebe zum Garten, Schönheitssinn und die Verpflichtung zur Repräsentation von Macht und Herrschaft haben all jene hochadeligen weiblichen und männlichen Besitzer und Bewohner preussischer Schlösser veranlasst, Künstler, Kunsthandwerker und Gärtner zu beauftragen, fantasiereiche Stoffe, Gemälde und Tafelservice zu kreieren.

Ein hervorragender Begleiter wäre gewiss der von Rudolf G. Scharmann verfasste Band „Von Gartenträumen und Rosenkaiserinnen. Blumenkunst und Pflanzensymbolik in preussischen Schlössern“.
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Ein Garten ist ein Garten. Oder ist er doch mehr als Beete, Wege, Brunnen? Was verrät ein Garten über Besitzer, Zeitumstände, ästhetische Vorstellungen und gesellschaftliche Ideale? Sicher mehr als sich dem Betrachter während ein, zwei Spaziergängen oder einem Verweilen auf einer Bank zu erkennen geben mag. Schönheit, Symmetrie oder Wildheit lassen sich bewundern, doch die mit ihnen von den jeweiligen Zeitgenossen verbundenen geistigen Ideen, Ansprüche, Erinnerungen und Hoffnungen lassen sich kaum so einfach erschließen, wie es manchmal erscheint. Wer Lust hat sich auf einen Spaziergang durch die Geschichte der Gartenkultur aufzumachen, dem sei dieses gelehrte und äußerst inspirierende Buch von Hans von Trotha empfohlen. 
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Italien – Verheißung klassischer Schönheit unter südlicher Sonne, drapiert vor traumhaften Landschaften mit bergigen Höhen und azurblauen Wassern. Goethes Verse vom „Land, wo die Zitronen blühen“ klingen wie selbstverständlich im Ohr. Wer wollte da nicht umgehend zu einer Reise in den Süden aufbrechen? Etwa um in den herrlichen Gärten am Comer See und am Lago Maggiore im Norden des Landes zu wandeln, ihren Zauber zu genießen – ganz wie einst ihre Besitzer aus altem Stand oder neuem Geldadel sowie deren mondäne Gäste.
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Liebe und Lust, Leidenschaft und Verrat, Tod und Vergebung – das sind die Themen, um die Shakespeares Komödien, Tragödien und Sonette wortgewaltig kreisen.
Zuschauer wie Leser ziehen sie in ihren Bann. Ob Sie wollen oder nicht, Sie lieben mit Romeo und Julia, leiden mit Ophelia und Hamlet, taumeln mit Othello und Macbeth ins Unglück oder jubilieren mit der schönen Hero und ihrem verliebten Claudio.
Heldinnen und Helden, wohlmeinende Begleiter und hinterlistige Bösewichte tummeln sich dabei im Garten, wandeln durch Wälder, sammeln Blumen und Kräuter oder erhalten aus Pflanzen gewonnene Mixturen, die sie verzaubern oder vernichten.
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Gartenmanie

 

 

 

Weit bekannt ist die Gartenleidenschaft des Sonnenkönigs, die noch heute bei einem Spaziergang durch Versailles nachempfunden werden kann. Vertraut sind Gärtner und Kunstfreunde mit der Persönlichkeit des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, der als der Schöpfer des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches unsterblich wurde. Wie intensiv sich die Habsburger mit gartenkünstlerischen Fragen beschäftigten, wie umfassend sich einige von ihnen botanische Kenntnisse aneigneten und wie genussvoll manchen Familienangehörigen ein Gartenspaziergang belebte und erfreute, kann der Leser des Bandes „Die Gartenmanie der Habsburger. Die kaiserliche Familie und ihre Gärten 1792-1848“ erfahren.
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Wohin zieht es fast jeden Gartenliebhaber einmal im Leben? Keine Frage: nach England. Denn die Gärten des Inselreiches bieten Schönes, Altes, Neues und Exotisches, verführen zum Träumen und laden zum Verweilen ein. Welche Freundin, welcher Freund der grünen Kunst möchte nicht entlang an farbenfroh blühenden Rabatten schlendern, sich im Schatten alter Baumriesen niederlassen, bei Tee, Gebäck und Gurkensandwiches mit Gleichgesinnten über die eben gesehene Anlage plaudern und zum Abschluss noch einmal durch den liebevoll arrangierten Shop samt Pflanzenmarkt stöbern. Vielleicht um hier, die eine oder andere längst verzweifelt gesuchte Kostbarkeit zu erstehen.
Für all jene, die sich diese Reise bisher versagt haben, die bereits zurückgekehrt oder noch mit der Planung beschäftigt sind, ist das Buch der Staudengärtnerin und Garten-Journalistin Anja Birne ein must-have. Die ehemalige Landlust-Redakteurin begleitete seit den 1990er Jahren regelmäßig Interessierte auf Gartenreisen durch England und hat nun ihr Wissen und ihre praktische Erfahrung in dem Buch „Romantische Gartenreisen in England“ zusammengefasst.
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Das Porträt als kulturelle Praxis

 

 

 

 

 

Es ist eine alltägliche Erfahrung. Unsere Welt vermittelt sich dem Individuum durch Bilder. Wir konsumieren Bilder über Fernsehen, Zeitungen, Plakatwände, im Vorbeifahren wie im konzentrierten Blick. Zugleich produzieren wir mittels Kamera, Notebook, Tablet oder Mobiltelefon Bilder unserer Umwelt, beauftragen andere, unsere Erscheinung etwa im Passbild festzuhalten und damit gleichsam unsere Identität zu bestätigen, inszenieren uns sogar selbst vor Objekten.
Die Liebe am Bild, vor allem am Porträt, scheint groß wie nie. Um davon überzeugt zu sein, genügt ein Blick auf Menschen vor Sehenswürdigkeiten oder auf attraktiven Plätzen. Schließlich erlaubt die Technik, die anscheinend ultimative Form der Selbstdarstellung mittels Selfie herzustellen. Im Bruchteil einer Sekunde kann ein solches Selbstporträt verschickt, betrachtet, gedeutet und beantwortet werden. Das Individuum kann über dieses Selbstbildnis, im wahrsten Sinne des Wortes, kommunizieren.

Dass dieses Verhalten eine weit zurückreichende Geschichte besitzt, auch wenn Material, Anfertigung und Konzeption sich zu heute grundlegend unterscheiden, beleuchtet der von Eva-Bettina Krems und Sigrid Ruby herausgegebene Band „Das Porträt als kulturelle Praxis“. Dabei erscheint dieser Tagungsband in der Reihe „Transformationen des Visuellen“ (Band 4) des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg.
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